Estrich Schleifen und Fräsen

Risse im Boden

Estrich Schleifen und Fräsen ermöglicht, dass nicht zwangsläufig neuer Estrich verlegt werden muss. Durch verschiedene Bearbeitungsarten können neue Möglichkeiten geschaffen werden.

Estrich Schleifen und Fräsen: Schleifen

Die Bearbeitung des Bodens mit Schleif- oder Fräsmaschinen kann verschiedene Gründe haben. Diese sind teils technisch notwendig, teils kosmetisch.

Kosmetische Gründe

Das Abschleifen des fertigen Estrichs kann zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn der Verbraucher sich eine neue Optik seines Bodens wünscht. Nach dem Entfernen des Oberbelags schleift der Estrichleger den Boden ab. Anschließend imprägniert und ölt er den Estrich. Der geschliffene Estrich ist dann entweder so als Oberbelag nutzbar oder er wird für weitere Beschichtungen vorbereitet. Dies macht ihn außerdem widerstandsfähiger. Denn auf der glatten Oberfläche haften Mörtel und Kleber besser.

Technische Gründe

Schleifen kann aber auch dann notwendig sein, wenn es zu kleineren Rissen im Estrich gekommen ist. Das Schleifen begradigt die Oberfläche. Anschließend ist sie weniger anfällig für Beschädigungen. Des Weiteren ist das Abschleifen des Estrichs zwingend notwendig, wenn er zu hoch ist. Das verhindert das problemlose Öffnen und Schließen von Türen.

Estrich Schleifen und Fräsen: Schleifen

Gefräst wird Estrich meist in Verbindung mit Fußbodenheizungen. Bei der klassischen Verlegung einer Fußbodenheizung sind die Heizrohre oder Heizmatten nassverlegt. Das heißt, dass nach dem Montieren der Rohre, der Estrich direkt auf der Fußbodenheizung liegt. Der Estrich umschließt die Rohre dann komplett.

Anwendungsgebiete

Wenn Sie die Verlegung eines neuen Estrichs allerdings vermeiden wollen, können Sie die Fußbodenheizung auch in den Bestandsestrich einbauen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Bestandsestrich noch intakt ist oder nicht genügend Platz für eine weitere Estrichschicht ist.

Vorgehen

Dafür fräst ein Profi entsprechend tiefe Kanäle in den Estrich. In diese verlegt er später die Rohre der Heizung. Abschließend verharzt der Estrichleger das Ganze mit Epoxidharz. Nach der Dichtheitsprüfung ist die Verlegung eines Oberbelags möglich. So können Sie auch nachträglich eine ähnlich effiziente Heizleistung, wie bei herkömmlichen Methode, erzielen.

Wichtig hierfür ist allerdings, dass eine ausreichende Wärmedämmung unter dem Bestandsestrich vorhanden ist. Bis auf Gussasphaltestrich und Beton, sind alle Estricharten für ein nachträgliches Fräsen geeignet.